Was Ihnen das Umrüsten auf Gasantrieb bringt
Februar 13th, 2009 by admin
Der Trend, das Auto von Benzin- auf Gasantrieb umzurüsten, hält an. Beim TÜV Süd hat sich die Zahl der Begutachtungen von Gas-Nachrüstanlagen mehr als verdoppelt. Im Schnitt kann man mit Gas etwa die Hälfte sparen im Vergleich zum Fahren mit Benzin. Manfred Oppitz, Chef der TÜV-Niederlassung Würzburg, erklärt Vor- und Nachteile des Antriebs mit Gas.
Immer mehr Autofahrer rüsten um. Die Zahl der Nachrüstanlagen, die die Service-Center des TÜV Süd begutachteten, haben sich von 2007 auf 2008 mehr als verdoppelt. „Ein Ende dieses starken Trends ist nicht absehbar“, sagt Manfred Oppitz, Chef der Würzburger TÜV-Niederlassung. Der Experte erklärt, worauf Umrüstwilligen achten sollten (lesen Sie dazu auch „Im Blickpunkt“ rechts außen auf dieser Seite):
• Sorten: Es gibt Erdgas und Autogas/Flüssiggas. Ein Auto kann nur mit einem von beiden betrieben werden: Compressed Natural Gas (CNG) steht für Erdgas, das auch im Haushalt verwendet wird. Liquified Petroleum Gas (LPG) steht für Flüssiggas, meist Autogas genannt. Dabei handelt es sich um ein Nebenprodukt, das bei der Erdölraffination entsteht.
• Preise: Erdgas wird in Gewicht gemessen. Ein Kilogramm bringt das Auto ungefähr so weit wie 1,5 Liter Superbenzin. Wegen der aktuellen Preissprünge beim Benzin sind exakte Vergleiche schwer. Im Schnitt kostet das Fahren mit Erdgas aber etwa die Hälfte im Vergleich zu Benzin. Flüssiggas/Autogas scheint an der Preistafel noch preiswerter zu sein. Es wird wie Benzin in Litern berechnet. Man benötigt allerdings nahezu zwei Liter Autogas, um dieselbe Energiemenge wie bei einem Kilogramm Erdgas zu erhalten. Unterm Strich ist Autogas deshalb rund 30 Prozent teurer als Erdgas.
• Nachrüsten: Die Umrüstung auf Autogas ist einfach und kostet zwischen 1800 und 3500 Euro, je nach Modell. Inzwischen bieten Umrüster Lösungen für alle gängigen, auch ältere Fahrzeuge an. Grundsätzlich lassen sich alle Benziner umrüsten. Je nach Modell können die Kosten aber auch stark steigen, weil Spezialanfertigungen nötig werden. Bei den aktuellen Benzinpreisen gilt die Faustregel: Wer nur wenige Tausend Kilometer im Jahr mit einem sparsamen Otto-Motor zurücklegt, fährt – noch! – mit Benzin billiger. Mit Kosten bis zu 5500 Euro ist die Umrüstung auf Erdgas aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu empfehlen. Viele Hersteller bieten inzwischen aber Neufahrzeuge mit Erdgasbetrieb an. Sie sind bis zu 5500 Euro teurer als Benziner. Vereinzelt sind sie zum Preis eines Diesel erhältlich.
• Abgas: Von allen fossilen Kraftstoffen weist Erdgas die günstigste Kohlendioxid-Bilanz auf: Im Vergleich zu einem Benziner verursacht es bis zu 25 Prozent weniger CO•und trägt bis zu 80 Prozent weniger zur Smogbildung bei. Der Ausstoß von Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid sowie Ruß- und andere Partikelemissionen werden beim Erdgas-Betrieb nahezu vollständig vermieden.
• Feinstaubplakette: Die Umrüstung auf Gas hat keinen Einfluss auf den Abgasschlüssel. Nur bei Neufahrzeugen mit werkseitig eingebautem Gasantrieb werden andere Schlüssel vergeben.
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Admin
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